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free identity – Trailer (HD) Deutsch – german

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Crew Premiere von Free Identity

Viele geschäftige Schüler wuseln in der mfa durcheinander. Sitzsäcke werden aufgeschüttelt, im Pub Fiction streuen sie in der kleinen Arena noch Stroh aus und in der Küche wird geschnippelt.

“Jetzt bin ich aufgeregt”, sagt Lou Binder, Regisseur und Schulleiter der mfa. Die Nervosität ist ihm anzusehen. Schon um 15 Uhr will er zum Rio Filmpalast aufbrechen, um zu prüfen, ob dort alles läuft. Es ist noch eine Stunde Zeit, bis wir aufbrechen müssen. Die Crew-Premiere für Free Identity steht an und anschließend wird es ein rauschendes Fest im Schulhaus geben.

Die Zeugnisse sind eingepackt, die Plakate gerollt und gut verstaut. Um halb fünf kommen wir am Kino an und kaum sind vor Ort die letzten Vorbereitungen geschafft, treffen auch schon die ersten Gäste aus Crew und Cast mitsamt ihrem Anhang ein.

Es ist ein großes Hallo! Viele sehen sich seit den legendären Dreharbeiten zu unserem Film das erste Mal wieder. Beim Sektempfang steigt gemeinsam die Vorfreude weiter an. Wie werden die Bilder sein? War ich auch wirklich gut in meiner Rolle? Wie wird es wirken? Solche Fragen stellen sich die aufgeregten Schauspieler vor der ersten Filmpremiere ihres Lebens.

Das Foyer kurz vor der Crew-Premiere von Free Identity

Das Foyer kurz vor der Crew-Premiere von Free Identity

Das Foyer platzt aus allen Nähten und die ersten stehlen sich in den Kinosaal. Pünktlich um 18 Uhr geht es los.
Lou schnappt sich das Mikro, begrüßt die Gäste und schon geht der Vorhang auf. Der Film startet mit einem beeindruckenden Intro, das alle in den Kinosessel drückt.

Free Identity! Zum ersten Mal sehen alle das Werk, für das sie monatelang diskutiert, beraten, geprobt, vorbereitet, geschleppt, gebaut, gebastelt, organisiert, geleuchtet, geangelt, und gespielt haben und für das sie nach Kiel, genauer gesagt: nach Schülp gefahren sind und im Moor gehaust haben.

Die Stille und Anspannung im Saal wird durch herzhafte Lacher unterbrochen, denn natürlich gibt es zu jeder Szene auch eine Backstage-Story. Aber dann fließen auch Tränen der Ergriffenheit. Rührende Szenen wühlen Publikum und Schauspieler auf und gerade Letztere rührt auch die Tatsache, dass sie sich Ihr Abschlussprojekt aus zwei Jahren intensiver und spannender Schauspielausbildung anschauen.

Lou Binder, Regisseur und Schulleiter, bei der Crew-Premiere von Free Identity

Lou Binder, Regisseur, Produzent und Schulleiter, bei der Crew-Premiere von Free Identity

Bämm! Die Geschichte ist aus. Der Vorhang geht zu und damit Lou nicht so alleine oben auf der Bühne ist, holt er sich gleich Alexandra Prochazka von der Mediaboutique Munich, die Koproduzentin, und Tina Grawe, die Autorin auf die Bühne. Nach und nach holen die drei die gesamte Crew zur Ehrung und Danksagung zu sich. Unter den Schauspielern macht sich Nervosität breit. Abschlussfilm, Abschluss, Zeugnisse…sie haben es geschafft und deutlich bewiesen, dass sie ihr Zeugnis verdient haben. So soll es sein!

Reale Figuren und ihre Avatare kommen immer gemeinsam hinauf und von Lou, Tina und Alex ihr Zeugnis verliehen. Auch ein Filmplakat wird ihnen überreicht. Alle stehen brav aufgereiht. Ein schönes Bild!

Schauspieler und Crew - Alle die bei Free Identity mitgemacht haben, stehen auf er Bühne

Schauspieler und Crew – Alle die bei Free Identity mitgemacht haben, stehen auf er Bühne

Lou findet noch einmal die Worte, die er dieser wunderbaren Schauspielklasse mit auf den Weg geben will: „Ihr seid der Hammer und ich danke Euch für zwei aufregende und herausfordernde Jahre mit Euch tollen Schülern! Ich wünsche Euch weiterhin viel Erfolg und kommt ab und zu mal bei uns vorbei.“ Wir genießen den Moment und schauen auf strahlende Gesichter.

Und dann herrscht schon wieder Aufbruchstimung, denn es soll ja noch ein rauschendes Fest im Schulhaus geben, zu dem sich nun nach und nach alle auf den Weg machen und gespannt sind, was sie dort erwartet.

Als wir Eintreffen ist schon alles erleuchtet. Der Aufenthaltsraum, der zu einem Westernsaloon wurde – ähnlich der Sequenz von Mata Hari und Rosi in der virtuellen Welt des Films – bietet eine schöne Sitzecke aus Stroh und einen Pokertisch. Beides lädt zum Verweilen ein. Es gibt leckeren Wein, Softdrinks und Bier. Doch bevor wir uns niederlassen, wollen wir erst noch die weiteren Räume erkunden. Durch den Aufenthaltsraum gelangen wir in den Garten, oder vielmehr in einen zauberhaften Zauberwald, der ebenfalls angelehnt an eine Sequenz aus dem Film – diesmal die von Maria und Rainer – von den beiden aktuellen Jahrgängen der mfa gestaltet wurde.

Eingang zum Zauberwald der von den aktuellen Schauspielklassen gestaltet wurde

Eingang zum Zauberwald der von den aktuellen Schauspielklassen gestaltet wurde

Rauch wabert um die Ecke und es duftet nach Grill. Wir haben Hunger! Nach ein paar Happen vom Buffet und interessanten Gesprächen, machen wir uns auf den Weg ins Obergeschoss.

Über die Treppe gelangen wir in die Brücke, die die Schüler liebevoll als Watt und Strand gestaltet haben – sogar mit echtem Sand. In dicken Sitzsäcke könnten wir entspannen, aber es treibt und weiter ins Pub Fiction – immer dem Sound nach. Auf dem Weg dorthin müssen wir durch den Backstage-Raum, der an die skurrilen Sequenzen von Mata Hari und Rosi aus dem SM-Keller in der virtuellen Welt Free Identitys erinnert. Und dann stehen wir mitten im Zirkus. In der Manege spielt die Musik und gleich tritt hier auch unsere Jules mit ihrer Band Chartbreakers auf, doch zuerst werden wir alle in den Aufenthaltsraum gebeten.

Andreas Zahn bei der Übergabe der Präsente kurz bevor er das Making-Of zeigt

Andreas Zahn bei der Übergabe der Präsente kurz bevor er das Making-Of zeigt

Die Schauspieler wollen noch etwas loswerden: Sie danken Lou und haben gleich mehrere Geschenke dabei. Ganz traditionell gibt es auch für dieses Werk einen Kinosessel mit einer Erinnerungsgravur und eine Torte, für die der Konditor sich echt ins Zeug gelegt hat, denn auf ihr prangt das Filmplakat in 3 D.

Dem nicht genug! Weil der Häuptling beim europäischen Kulturenfußballturnier in Zürich für eine Medaillenplatzierung der mfa sein Knie opferte und nun nicht mehr selbst auf dem Rasen kicken darf, gab es noch einen Tischkicker dazu. Wir sind gespannt, wann die ersten Turniere ausgetragen werden!

Andreas Zahn, selbst Schauspieler in der Rolle des Ingo Klein, hatte während der Dreharbeiten stets seine Kamera parat, so dass er ein wunderbares Making-of zusammenstellen konnte und nun zeigt. Es wird ganz still im Raum, denn auch dieser Blick hinter die Kulissen ist so liebevoll gemacht, dass sich einige gleich wieder ins Moorhaus zurück wünschen. Und auch damit wird noch mal klar: Die Produktion von Free Identity – welch eine schöne Zeit mit einem liebenswerten und tollkühnen Team.

Beim Auftritt der Chartbreakers im Zirkus ist dann kein Halten mehr, auf dem Dancefloor geht es zur Sache und wo man hinsieht, schaut man in strahlende Gesichter. Bis früh am morgen ist hier richtig was los, während unten im Saloon einige noch lange in schönen Erinnerungen schwelgen.

Ehrlich: Wir lassen sie ungern ziehen unsere Klasse 09-11 und freuen uns riesig, wenn wir ihnen auch in Zukunft eine Heimat, ein zweites zu Hause sein können. Sie sind einfach echt Klasse und wir wünschen ihnen allen für ihren weiteren Weg und ihren Start in den Beruf nur das Allerbeste.

Erschöpft und zufrieden fahren wir im Morgengrauen nach Hause und freuen uns auf das, was noch kommen wird.

Drückt die Daumen, der Film ist bereits beim ersten Festival eingereicht und wir freuen uns sehr, wenn er in schönem Rahmen öffentlich gezeigt werden wird.

Crew-Premiere von Free Identity - ein Film von Lou Binder und der Media Boutique Munich

Crew-Premiere von Free Identity – ein Film von Lou Binder und der mediaboutique munich

 

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Synchronisation der Avatare – zwei Perspektiven

 „Ein bisschen war es, wie ein Instrument, das verstimmt ist und man es erstmal wieder neu stimmen und einspielen muss, um den richtigen Ton- im wahrsten Sinne -  zu treffen.“

Die Avatare waren im Synchronstudio  und ein weiterer Schritt in der Fertigstellung unseres Films Free Identity ist geschafft. Wir haben uns mit Samira El Ouassil, alias Mata Hari, getroffen und sie gefragt, wie es im Synchronstudio so war.  Auch Andreas Erb, alias Robin Hood gibt uns einen Einblick, wie er sich im Studio fühlte. Zwei Perspektiven! Ladies First.

Samira ElOuassil über die Synchronarbeiten beim SpielfilmFree Identity

Foto: © Samira El Ouassil, Free Identity

Samira, schön, dass du Zeit hast, uns von den Synchronarbeiten zu erzählen. Du spielst in Free Identity die Avatarin Mata Hari, erzähl mal, wie es für dich war? Warst du das erste Mal im Synchronstudio?

Nein, ich war nicht das erste Mal im Synchronstudio. Ich habe meine Stimme schon Anime-Figuren geliehen, aber es war insofern eine Premiere, weil ich das erste Mal fertiges Filmmaterial von Free Identity gesehen habe. Und das ist wirklich richtig schön und irgendwie bombastisch. Deshalb war es natürlich sehr aufregend. Also insgesamt haben die Synchronarbeiten sehr, sehr viel Spaß gemacht und ich habe festgestellt, dass es nochmal etwas anderes ist, wenn man sich selbst synchronisiert, als zum Beispiel über einen japanischen Originalton drüber zu sprechen. Und bei einer Zeichentrickfigur ist die Mundbewegung natürlich nicht so genau auszumachen. Da war also für mich jetzt bei dieser Synchronisation nochmal richtig Timing gefragt.

Hast du dich dann dieses Mal mehr nach den Mundbewegungen gerichtet, als du die Szenen auf dem Monitor vor dir gesehen hast, oder nach deinen Erinnerungen, als du die Szenen gesehen hast?

Das war Fiftyfifty. Einerseits habe ich versucht sehr synchron auf die Lippenbewegung zu achten, also dass das passt, was ich sage, damit es dann im Schnitt tatsächlich klappt und gut auf die Bilder gelegt werden kann. Andererseits wollte ich dabei aber auch nicht die Emotion vom Originaldreh verlieren und hab versucht mich in die damalige Situation hineinzudenken, um die gesprochenen Wörter so natürlich, wie möglich klingen zu lassen. Also eigentlich sollte es so klingen, wie beim Originalton, nur eben dann in der Sprecherkabine, ohne Nebengeräusche.

Wie findest du deine Szenen aus dem Film, die du ja auch jetzt zum ersten Mal gesehen hast? Was ging in dir vor?

Ich war total begeistert, als ich die Szenen gesehen habe. Es hat mir optisch und von der Produktionsqualität wirklich enorm gut gefallen, auch wie es im fertigen Schnitt aussah! Echt grandios! Ich war auch total begeistert von meinen Spielpartnern, die ich zum ersten mal ja so gesehen habe und feststellte, wie süß und toll, kreativ und auch talentiert sie die Figuren mit Leben gefüllt haben. Ich habe mich sehr gefreut.

Du sprichst jetzt von den Anderen. Warst du denn auch ein kleines bisschen stolz auf dich?

Ja klar. Manche Sachen haben mir auch bei mir echt sehr gut gefallen, also von den Kostümen her, und wie die Figur dann Schlussendlich aussah. Das hat mir gut gefallen. Nur, ab und zu – aber das hat ja jeder Schauspieler – denkt man dann schon: Oh Gott, ich habe ja ein Doppelkinn, oder, oh Gott, ich guck da so komisch, oder, oh Gott meine Haare, das geht ja mal gar nicht, …aber das ist ja total normal. Generell fand ich meine Szenen gut und war total überrascht von mir.

Hast du dich irgendwie auf diese Synchronarbeiten vorbereitet, oder hast du dir gesagt: ich mache das spontan, weil das Gefühl dann auch spontan kommt?

Ich habe mich nicht vorbereitet. Das ist tatsächlich alles im Studio geschehen, mit dem Blick auf die tollen Bilder. Und als ich mich dann auch selbst nochmal gehört habe, war ich sofort wieder drin. Die Vorbereitung aus den Proben damals hat sich hier wieder bezahlt gemacht.

Wie hast du dich in die Mata Hari wieder hinein gefühlt?

Also da ist es so, dass die Mata Hari ja eine gewissen Bandbreite an Emotionen hat und bei ihr ging es innerhalb von 10 Minuten von einer Emotion, die eher verspielt war, über die Emotion “sexuell erregt”, bis hin zu “verzweifelt” und “Schluss machen”. Und diese extremen emotionalen Kurven zu kriegen, das war nicht ganz einfach. Ein bisschen war es, wie ein Instrument, das verstimmt ist und man es erstmal wieder neu stimmen und einspielen muss, um den richtigen Ton- im wahrsten Sinne – zu treffen. Aber – natürlich auch mit Hilfe von Tina Grawe und der Tonmeisterin, die da war – hat das eigentlich sehr gut geklappt. Es war eine entspannte Atmosphäre ohne Zeitdruck, oder emotionalen Druck, oder Panik oder so. Ich konnte mich wirklich gut in die Mata Hari reinfinden und ich glaube, dass die Atmosphäre im Studio auch ein Grund war, dass das Gefühl von damals wieder so gut rüber kam.

Das ist spannend, wenn man merkt, wie abrufbar die Gefühle in einer solchen Atmosphäre sind, oder?

Ja absolut.

Da du ja die Möglichkeit hast, einen Vergleich vorzunehmen, die Synchronarbeit betreffend, ist es natürlich spannend zu erfahren, wie du die Free Identity Produktion siehst, gegenüber anderen. Hast du einen Unterschied zwischen der Schulatmosphäre an der SAE und anderen Studios festgestellt?

Eigentlich nicht, denn die Schüler haben das so professionell gemacht, dass ich bis zum Ende der Aufnahmen gar nicht gemerkt habe, dass sie noch in der Ausbildung waren. Das einzige, was bei dieser Synchronarbeit anders war, war, dass es kein Script, also kein spezielles Synchrondrehbuch gab, weil es ja unsere Szenen waren. Bei einem speziellen Synchrondrehbuch sind die Texte zu den einzelnen Takes aufgeschrieben und nochmal so kleine Piktogramme, oder Symbole dabei, wie was gesprochen wird. Bei uns war das natürlich nicht nötig, weil wir unsere Szenen und unsere Figuren ja kannten und wussten, was wann und wie gesprochen wird. Ja und das ist eigentlich der einzige Unterscheid zu anderer Synchronarbeit, den ich feststellen konnte. Sowohl von Seiten der SAE war es total professionell gemacht, als auch von unserer Tina Grawe. Sie war eine super Synchronregisseurin.

Also gehen wir mal davon aus, dass Synchronisation für dich ein Teil deiner Arbeit auch in Zukunft sein kann, oder?

Ja, klar. Außer diesen Synchronaufnahmen für Free Identity ist meine Synchronarbeit bei anderen Projekten zwar schon eine Weile her, aber ich bin in allen Sprecherdatenbanken und natürlich mache ich es auch auf jeden Fall wieder, wenn ich angefragt werde, denn Synchronsprechen macht wirklich richtig Spaß.

OK, vielen Dank für deine Zeit und diese lieben Worte.

 

„Die eigene Stimme zu hören und sich selbst zu sehen, ist wirklich seltsam.“, Andreas Erb über sein erstes Mal im Synchronstudio

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Andreas Erb über sein erstes Mal im Synchronstudio

„Die eigene Stimme zu hören und sich selbst zu sehen, ist wirklich seltsam“ – Andreas Erb über sein erstes Mal im Synchronstudio.

Andreas Erb alias Robin Hood über sein erstes Mal im Synchronstudio

Foto: © Andreas Erb, Tina Seyffert/Free Identity

Andreas, Klasse, dass du uns ein paar Fragen zu deinen Erfahrungen aus dem Synchronstudio beantworten kannst. Du spielst in Free Identity den Avatar Robin Hood. Es galt, deinen Szenen einen reinen Klang zu verleihen, wie war es?

Es war witzig. Ich hatte zwar zuerst Bedenken, dass ich das nicht hinkriege und vor allem macht man sich ja auch Sorgen, dass viel von dem Spiel verloren geht, weil man eben nicht mehr in der Situation ist, in der man während des Drehs in der Rolle war. Also die Situation ist wirklich gewöhnungsbedürftig.
Es ist am Anfang nicht so einfach – unter diesen Umständen – wieder ins Spiel reinzufinden und das Gefühl zurückzuholen.

Wie lief das im Studio ab? Wie hast du dich auf die Synchronisation vorbereitet? Kann man das überhaupt?

Nein, vorbereitet habe ich mich nicht wirklich. Ich habe von dem Team der SAE erklärt bekommen, wie es geht und dann haben wir eigentlich gleich losgelegt. Neben der Tonmeisterin, also der Lehrerin, waren zwei Schüler von der SAE da und Tina Grawe, unsere künstlerische Leiterin an der mfa. Ich stand dann in einer Sprecherkabine, die von ihnen durch eine Scheibe getrennt war. In der Kabine stand ein Monitor, auf dem die jeweilige Szene gezeigt wurde und über Kopfhörer habe ich den Originalton gehört. Die anderen hatten auch einen Bildschirm, auf dem sie die Szenen anschauen konnten. Parallel zu dem, was ich ins Mikro gesprochen habe, konnten sie auch nochmal den Originalton hören.  Ich habe versucht zur Szene  – und mit dem Originalton auf den Ohren – sozusagen den neuen Ton drüber zu sprechen.

Das heißt, du hast dort auch erst im Studio das erste Mal eine fertige Szene von dir im Film gesehen, was war das für ein Gefühl?

Ja, das war komisch. Das war echt merkwürdig, weil die Dreharbeiten ja auch schon eine Weile her sind. Es war aber auch schön, weil es echt ein geiler Sommer war und es total Spaß gemacht hat. Da kamen wieder viele Erinnerungen hoch, wie das Haus am Moor und vieles mehr. Aber sich selbst auf dem Bildschirm, oder auf der Leinwand anzuschauen, ist schon komisch.

Also dir geht es trotz deiner Erfahrung – wie anderen Menschen – auch noch immer so, dass du es komisch findest, dich selbst zu sehen und zu hören?

Ja genau, die eigene Stimme zu hören und sich selbst zu sehen, ist wirklich seltsam. Obwohl wir ja jetzt schon einige Sachen von uns selbst gesehen haben, ist es noch immer ungewöhnlich und man muss schmunzeln, wenn man sich sieht und denkt immer: Oh, das bin ich? So bewege ich mich und so rede ich? Da geht es mir genauso wie anderen.

Du hast gesagt, dass die Erinnerungen an die Dreharbeiten wieder in dir hochkamen, hat dir das auch geholfen, dich wieder in den Charakter des Robin Hood, also in deine Rolle einzufinden?

Ja total. Das hätte ich gar nicht gedacht, aber es geht echt ganz gut. Nachdem die Szene einmal lief, war ich wieder drin und konnte die Gefühle und die Situation wirklich gut zurückholen. Die Szenen zu sehen, hilft dabei sehr und es hat richtig Spaß gemacht.

Wie ist dein Fazit zu den Synchronisationsarbeiten? Würdest du das nochmal machen?

Ja, sehr gerne. Es ist zwar völlig anders in so einer Kabine zu stehen und deshalb natürlich etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man es das erste Mal macht, aber ich fand es echt schade, das meine Szenen nur so kurz waren. Wenn ich die Gelegenheit habe, mache ich das unheimlich gerne wieder. Ich überlege sogar, einen Synchronisationskurs zu belegen.

Ja, super! Also, wenn uns Jemand nach dir als Sprecher fragt, werden wir die Anfragen gerne weiterleiten.

Ja, macht das ruhig, da freu ich mich.

Wir danken wir dir recht herzlich für das Interview und die Zeit die du dir für uns genommen hast. Und – wir müssen zugeben – wir sind  jetzt natürlich noch etwas gespannter den Film endlich selbst sehen zu dürfen.

Infos zur SAE findet ihr hier

Mehr über die mfa, die Schauspielausbildung und die Projekte gibt es hier

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Florian Stadler

Wir freuen uns sehr den Schauspieler Florian Stadler in unserem Team begrüßen zu dürfen.

Florian wird in unserem Filmprojekt “Virtual Insanity” mitspielen und die Rolle des Lehrers Stefan Rosner übernehmen.

Viele kennen Ihn durch seine Rolle als Nils Heinemann in der Telenovela “Sturm der Liebe“.

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Dieses Wetter

Was können unsere fleißigen Schauspieler bei diesem Wetter alles tun?
Natürlich könnte man vorschlagen abwarten und Kaffee trinken und auf besseres Wetter warten!

Aber so sind sie nicht, denn es gibt viel zu tun: die letzten Textlücken stopfen; mit ihren Spielpartnern proben, Szenen analysieren und die Figuren perfektionieren. Dabei wäre es doch so viel schöner im Hofgarten in der Sonne zu liegen und dort Text zu pauken.

Naja, man kann nicht alles haben und nach wolkig kommt meist auch wieder sonnig.Außerdem hat es auch was reizvolles das alles zuhause unter einer kuscheligen Wolldecke zu tun!

Bis dahin: schöne gemütliche Tage!

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