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free identity – Trailer (HD) Deutsch – german

Synchronisation der Avatare – zwei Perspektiven

 „Ein bisschen war es, wie ein Instrument, das verstimmt ist und man es erstmal wieder neu stimmen und einspielen muss, um den richtigen Ton- im wahrsten Sinne –  zu treffen.“

Die Avatare waren im Synchronstudio  und ein weiterer Schritt in der Fertigstellung unseres Films Free Identity ist geschafft. Wir haben uns mit Samira El Ouassil, alias Mata Hari, getroffen und sie gefragt, wie es im Synchronstudio so war.  Auch Andreas Erb, alias Robin Hood gibt uns einen Einblick, wie er sich im Studio fühlte. Zwei Perspektiven! Ladies First.

Samira ElOuassil über die Synchronarbeiten beim SpielfilmFree Identity

Foto: © Samira El Ouassil, Free Identity

Samira, schön, dass du Zeit hast, uns von den Synchronarbeiten zu erzählen. Du spielst in Free Identity die Avatarin Mata Hari, erzähl mal, wie es für dich war? Warst du das erste Mal im Synchronstudio?

Nein, ich war nicht das erste Mal im Synchronstudio. Ich habe meine Stimme schon Anime-Figuren geliehen, aber es war insofern eine Premiere, weil ich das erste Mal fertiges Filmmaterial von Free Identity gesehen habe. Und das ist wirklich richtig schön und irgendwie bombastisch. Deshalb war es natürlich sehr aufregend. Also insgesamt haben die Synchronarbeiten sehr, sehr viel Spaß gemacht und ich habe festgestellt, dass es nochmal etwas anderes ist, wenn man sich selbst synchronisiert, als zum Beispiel über einen japanischen Originalton drüber zu sprechen. Und bei einer Zeichentrickfigur ist die Mundbewegung natürlich nicht so genau auszumachen. Da war also für mich jetzt bei dieser Synchronisation nochmal richtig Timing gefragt.

Hast du dich dann dieses Mal mehr nach den Mundbewegungen gerichtet, als du die Szenen auf dem Monitor vor dir gesehen hast, oder nach deinen Erinnerungen, als du die Szenen gesehen hast?

Das war Fiftyfifty. Einerseits habe ich versucht sehr synchron auf die Lippenbewegung zu achten, also dass das passt, was ich sage, damit es dann im Schnitt tatsächlich klappt und gut auf die Bilder gelegt werden kann. Andererseits wollte ich dabei aber auch nicht die Emotion vom Originaldreh verlieren und hab versucht mich in die damalige Situation hineinzudenken, um die gesprochenen Wörter so natürlich, wie möglich klingen zu lassen. Also eigentlich sollte es so klingen, wie beim Originalton, nur eben dann in der Sprecherkabine, ohne Nebengeräusche.

Wie findest du deine Szenen aus dem Film, die du ja auch jetzt zum ersten Mal gesehen hast? Was ging in dir vor?

Ich war total begeistert, als ich die Szenen gesehen habe. Es hat mir optisch und von der Produktionsqualität wirklich enorm gut gefallen, auch wie es im fertigen Schnitt aussah! Echt grandios! Ich war auch total begeistert von meinen Spielpartnern, die ich zum ersten mal ja so gesehen habe und feststellte, wie süß und toll, kreativ und auch talentiert sie die Figuren mit Leben gefüllt haben. Ich habe mich sehr gefreut.

Du sprichst jetzt von den Anderen. Warst du denn auch ein kleines bisschen stolz auf dich?

Ja klar. Manche Sachen haben mir auch bei mir echt sehr gut gefallen, also von den Kostümen her, und wie die Figur dann Schlussendlich aussah. Das hat mir gut gefallen. Nur, ab und zu – aber das hat ja jeder Schauspieler – denkt man dann schon: Oh Gott, ich habe ja ein Doppelkinn, oder, oh Gott, ich guck da so komisch, oder, oh Gott meine Haare, das geht ja mal gar nicht, …aber das ist ja total normal. Generell fand ich meine Szenen gut und war total überrascht von mir.

Hast du dich irgendwie auf diese Synchronarbeiten vorbereitet, oder hast du dir gesagt: ich mache das spontan, weil das Gefühl dann auch spontan kommt?

Ich habe mich nicht vorbereitet. Das ist tatsächlich alles im Studio geschehen, mit dem Blick auf die tollen Bilder. Und als ich mich dann auch selbst nochmal gehört habe, war ich sofort wieder drin. Die Vorbereitung aus den Proben damals hat sich hier wieder bezahlt gemacht.

Wie hast du dich in die Mata Hari wieder hinein gefühlt?

Also da ist es so, dass die Mata Hari ja eine gewissen Bandbreite an Emotionen hat und bei ihr ging es innerhalb von 10 Minuten von einer Emotion, die eher verspielt war, über die Emotion “sexuell erregt”, bis hin zu “verzweifelt” und “Schluss machen”. Und diese extremen emotionalen Kurven zu kriegen, das war nicht ganz einfach. Ein bisschen war es, wie ein Instrument, das verstimmt ist und man es erstmal wieder neu stimmen und einspielen muss, um den richtigen Ton- im wahrsten Sinne – zu treffen. Aber – natürlich auch mit Hilfe von Tina Grawe und der Tonmeisterin, die da war – hat das eigentlich sehr gut geklappt. Es war eine entspannte Atmosphäre ohne Zeitdruck, oder emotionalen Druck, oder Panik oder so. Ich konnte mich wirklich gut in die Mata Hari reinfinden und ich glaube, dass die Atmosphäre im Studio auch ein Grund war, dass das Gefühl von damals wieder so gut rüber kam.

Das ist spannend, wenn man merkt, wie abrufbar die Gefühle in einer solchen Atmosphäre sind, oder?

Ja absolut.

Da du ja die Möglichkeit hast, einen Vergleich vorzunehmen, die Synchronarbeit betreffend, ist es natürlich spannend zu erfahren, wie du die Free Identity Produktion siehst, gegenüber anderen. Hast du einen Unterschied zwischen der Schulatmosphäre an der SAE und anderen Studios festgestellt?

Eigentlich nicht, denn die Schüler haben das so professionell gemacht, dass ich bis zum Ende der Aufnahmen gar nicht gemerkt habe, dass sie noch in der Ausbildung waren. Das einzige, was bei dieser Synchronarbeit anders war, war, dass es kein Script, also kein spezielles Synchrondrehbuch gab, weil es ja unsere Szenen waren. Bei einem speziellen Synchrondrehbuch sind die Texte zu den einzelnen Takes aufgeschrieben und nochmal so kleine Piktogramme, oder Symbole dabei, wie was gesprochen wird. Bei uns war das natürlich nicht nötig, weil wir unsere Szenen und unsere Figuren ja kannten und wussten, was wann und wie gesprochen wird. Ja und das ist eigentlich der einzige Unterscheid zu anderer Synchronarbeit, den ich feststellen konnte. Sowohl von Seiten der SAE war es total professionell gemacht, als auch von unserer Tina Grawe. Sie war eine super Synchronregisseurin.

Also gehen wir mal davon aus, dass Synchronisation für dich ein Teil deiner Arbeit auch in Zukunft sein kann, oder?

Ja, klar. Außer diesen Synchronaufnahmen für Free Identity ist meine Synchronarbeit bei anderen Projekten zwar schon eine Weile her, aber ich bin in allen Sprecherdatenbanken und natürlich mache ich es auch auf jeden Fall wieder, wenn ich angefragt werde, denn Synchronsprechen macht wirklich richtig Spaß.

OK, vielen Dank für deine Zeit und diese lieben Worte.

 

„Die eigene Stimme zu hören und sich selbst zu sehen, ist wirklich seltsam.“, Andreas Erb über sein erstes Mal im Synchronstudio

Andreas Erb über sein erstes Mal im Synchronstudio

„Die eigene Stimme zu hören und sich selbst zu sehen, ist wirklich seltsam“ – Andreas Erb über sein erstes Mal im Synchronstudio.

Andreas Erb alias Robin Hood über sein erstes Mal im Synchronstudio

Foto: © Andreas Erb, Tina Seyffert/Free Identity

Andreas, Klasse, dass du uns ein paar Fragen zu deinen Erfahrungen aus dem Synchronstudio beantworten kannst. Du spielst in Free Identity den Avatar Robin Hood. Es galt, deinen Szenen einen reinen Klang zu verleihen, wie war es?

Es war witzig. Ich hatte zwar zuerst Bedenken, dass ich das nicht hinkriege und vor allem macht man sich ja auch Sorgen, dass viel von dem Spiel verloren geht, weil man eben nicht mehr in der Situation ist, in der man während des Drehs in der Rolle war. Also die Situation ist wirklich gewöhnungsbedürftig.
Es ist am Anfang nicht so einfach – unter diesen Umständen – wieder ins Spiel reinzufinden und das Gefühl zurückzuholen.

Wie lief das im Studio ab? Wie hast du dich auf die Synchronisation vorbereitet? Kann man das überhaupt?

Nein, vorbereitet habe ich mich nicht wirklich. Ich habe von dem Team der SAE erklärt bekommen, wie es geht und dann haben wir eigentlich gleich losgelegt. Neben der Tonmeisterin, also der Lehrerin, waren zwei Schüler von der SAE da und Tina Grawe, unsere künstlerische Leiterin an der mfa. Ich stand dann in einer Sprecherkabine, die von ihnen durch eine Scheibe getrennt war. In der Kabine stand ein Monitor, auf dem die jeweilige Szene gezeigt wurde und über Kopfhörer habe ich den Originalton gehört. Die anderen hatten auch einen Bildschirm, auf dem sie die Szenen anschauen konnten. Parallel zu dem, was ich ins Mikro gesprochen habe, konnten sie auch nochmal den Originalton hören.  Ich habe versucht zur Szene  – und mit dem Originalton auf den Ohren – sozusagen den neuen Ton drüber zu sprechen.

Das heißt, du hast dort auch erst im Studio das erste Mal eine fertige Szene von dir im Film gesehen, was war das für ein Gefühl?

Ja, das war komisch. Das war echt merkwürdig, weil die Dreharbeiten ja auch schon eine Weile her sind. Es war aber auch schön, weil es echt ein geiler Sommer war und es total Spaß gemacht hat. Da kamen wieder viele Erinnerungen hoch, wie das Haus am Moor und vieles mehr. Aber sich selbst auf dem Bildschirm, oder auf der Leinwand anzuschauen, ist schon komisch.

Also dir geht es trotz deiner Erfahrung – wie anderen Menschen – auch noch immer so, dass du es komisch findest, dich selbst zu sehen und zu hören?

Ja genau, die eigene Stimme zu hören und sich selbst zu sehen, ist wirklich seltsam. Obwohl wir ja jetzt schon einige Sachen von uns selbst gesehen haben, ist es noch immer ungewöhnlich und man muss schmunzeln, wenn man sich sieht und denkt immer: Oh, das bin ich? So bewege ich mich und so rede ich? Da geht es mir genauso wie anderen.

Du hast gesagt, dass die Erinnerungen an die Dreharbeiten wieder in dir hochkamen, hat dir das auch geholfen, dich wieder in den Charakter des Robin Hood, also in deine Rolle einzufinden?

Ja total. Das hätte ich gar nicht gedacht, aber es geht echt ganz gut. Nachdem die Szene einmal lief, war ich wieder drin und konnte die Gefühle und die Situation wirklich gut zurückholen. Die Szenen zu sehen, hilft dabei sehr und es hat richtig Spaß gemacht.

Wie ist dein Fazit zu den Synchronisationsarbeiten? Würdest du das nochmal machen?

Ja, sehr gerne. Es ist zwar völlig anders in so einer Kabine zu stehen und deshalb natürlich etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man es das erste Mal macht, aber ich fand es echt schade, das meine Szenen nur so kurz waren. Wenn ich die Gelegenheit habe, mache ich das unheimlich gerne wieder. Ich überlege sogar, einen Synchronisationskurs zu belegen.

Ja, super! Also, wenn uns Jemand nach dir als Sprecher fragt, werden wir die Anfragen gerne weiterleiten.

Ja, macht das ruhig, da freu ich mich.

Wir danken wir dir recht herzlich für das Interview und die Zeit die du dir für uns genommen hast. Und – wir müssen zugeben – wir sind  jetzt natürlich noch etwas gespannter den Film endlich selbst sehen zu dürfen.

Infos zur SAE findet ihr hier

Mehr über die mfa, die Schauspielausbildung und die Projekte gibt es hier

Ab in den Schnitt!

Sicher fragt Ihr Euch schon, ob wir immer noch im Moorhaus sind, was nun mit unserem Spielfilm Free Identity passiert und wann Ihr etwas davon zu sehen bekommt.

Das Moorhaus haben wir verlassen und sind von Kiel nach München zurückgekehrt. Nach einem weiteren wundervollen Drehtag mit über 150 Komparsen hier in München, ist die letzte Klappe für unseren Spielfilm Free Identity gefallen. Und für das Team und die Schauspieler war es eine Mischung aus Erleichterung, dass alles so gut geklappt hat, Dankbarkeit für die vielen schönen Momente und eine gewisse Traurigkeit über das Drehende mit unserem engagiertem Team, das wir so lieb gewonnen haben.

Aber zu Ende ist es noch lange nicht, denn jetzt beginnt die nächste spannende Phase. Jetzt heißt es: Ab in den Schnitt!

Der Spielfilm Free Identiy kommt nun in den Schnitt
Wir freuen uns, die Cutterin Gloria Zettel, die sich unserem Rohmaterial nun annehmen wird,  in unserem Team begrüßen zu dürfen. Ihr müsst wissen, mit Drehbuch, Schauspiel, Kamera und Regie gehört der Schnitt zu den wichtigsten gestalterischen Mitteln, um einem Film Seele einzuhauchen.

Natürlich sind wir neugierig, was wir zu sehen kriegen. Und wenn wir bisher einen heimlichen Blick über Glorias Schulter erhaschen konnten, so waren wir begeistert zu sehen, wie die Szenen wirken. Da steigt die Neugier, auf die erste Rohfassung unseres Spielfilms, ist ja klar!

Was für ein Zirkus!

Ein wunderbarer, bizarrer Drehtag voller frivoler Gestalten. Mal wieder in virtuellen Welten unterwegs, fanden wir uns heute in einem Adult-Bereich des Internets wieder. Vielen Dank an den Zirkus Lilalu für diese tolle location! Und vielen Dank wieder an sehr engagierte Komparsen! Unter anderem haben uns hier auch Tänzerin des Munich Pole Dance unterstützt… danke!

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Ballerspiele

Und hier ein paar Bilder von einem nicht ganz so idyllischen, aber nicht weniger kreativen Set! Bravo an Kostüm und Ausstattung! Und danke an ambitionierte Komparsen!

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Märchenwald

Ein paar Impressionen von einem sehr langen, anstrengenden, aber überaus lohnenden und erfolgreichen Drehtag! Man beachte vor allem das liebevolle, teilweise selbst gemachte, umweltfreundliche Set-Design… endlich kamen die zerschnittenen Daunenfedern aus alten Kissen, Decken und Jacken zum Einsatz. Und auch der Pilz ist selbst gemacht…ich sag nur: Low-Budget macht kreativ…!

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Studiodreh

Wovon braucht man meist ganz viel für einen guten Film?
Ganz genau: Komparsen!

Dieses Wochenende ist es dann soweit. Wir starten unseren ersten großen Studiodreh und laden alle dazu ganz herzlich in die München Film Akademie, Regerstr. 27, ein. Am Samstag den 16. Juli, Beginn 9Uhr, benötigen wir ca. 200 Komparsen, also je mehr kommen desto besser.
Werdet so ein Teil unseres Wahnsinns-Projekts “Free Identity”. Und je unterschiedlicher die Leute und je verschiedener das Alter, desto besser.
Für Verpflegung ist natürlich gesorgt und es wird mit Sicherheit ein großartiger Tag werden, mit vielen aufregenden Momenten! Wir freuen uns auf alle!!!

ANMELDUNG? Bei Interesse meldet Euch bitte kurz per Email bei: Alexandra Prochazka ap@muenchen-film-akademie.de Wir schicken Euch dann umgehend alle weiteren Infos zu!

Drehstart!

Jetzt gehts los!!!!!!!
Es ist 10:20 und gerade ist die erste Klappe gefallen. “Bild 57. Einstellung 1. Take 1. und Bitte!”, hieß es.
Wir alle, Team, Crew und Schauspieler freuen uns wahnsinnig auf unser Projekt! An dieser Stelle möchten wir nochmal tausend Dank an alle Unterstützer und Helfer sagen, ohne Euch hätten wir das nie geschafft!