Colormatching, Mischung, Titel und Abspann

Das sind die Dinge, die uns jetzt noch umtreiben, denn bald steht die Premiere für die Crew ins Haus und da freuen wir uns riesig drauf.

Was da jetzt an unserem Film noch finalisiert wird, ist zum Beispiel das Colormatching, also die Farb- und Lichtkorrektur.

colormatching, Michung, Titel, Abspann

Colormatching, Mischung, Titel, Abspann

Bei Außendrehs wechseln die Lichtverhältnisse manchmal schnell. Mitten in einer Szene, kann zum Beispiel die Sonne hinter einer Wolke verschwinden und schon herrschen andere Lichtverhältnisse als zuvor. Würde man jedes Mal die Szene wiederholen, werden aus einem Drehtag schnell mal dreißig, deshalb macht man es nur bei krassen Lichtunterschieden. Eine weniger aufwendigere und deshalb unverzichtbare Methode ist es, in der Postproduktion eine farbliche Korrektur der gedrehten Szenen vorzunehmen, natürlich auch bei Free Identity. Die Farben und ihre Intensität werden angeglichen. Die Farbkorrektur wird sowohl zur technischen Korrektur von unvermeidbaren und vermeidbaren Problemen beim Dreh wie eben dem Lichtwechsel, oder auch einem Spill bei Greenscreens, bei technischen unterschieden zwischen Kameras, und mehr genutzt, als auch zur kreativen Gestaltung des Filmes – zum Beispiel durch Färbung, Verstärkung oder Erzeugung bestimmter Stimmungen, zur Lenkung des Blickpunktes, oder auch zum Beautygrading  – eingesetzt werden kann. In manchen Filmen wird eine bestimmte Färbung auch als Stilmittel genutzt. Atmosphäre wird zum Beispiel gerne entweder mit warmen oder mit kalten Farben betont.

Und dann gibt es da noch die Mischung, mit der man anfängt, wenn eigentlich schon alles fertig ist. Zu jeder Szene existieren mehrere Tonspuren, die am Ende in der Postproduktion bei der Tonmischung über ein Mischpult zusammengefügt werden. Dazu braucht man ein so genanntes Mischatelier, bei dem man ganz ähnliche Bedingungen, wie für die Zuschauer und Zuhörer des Filmes schaffen kann. Wenn ein Film für das Kino produziert wird, wie Free Identity, so gilt es zum Beispiel die akustischen Bedingungen im Kino zu berücksichtigen. Die sind natürlich anders, als in einem Wohnzimmer, in dem ein Fernsehfilm gesehen wird.

Der Titel eines Filmes ist nicht minder wichtig, denn bevor überhaupt Bilder und Ton zu sehen und zu hören sind, steht der Titel für einen Augenblick alleine da und vermittelt einen ersten Eindruck. Und ihr wisst ja, der erste Eindruck zählt.

Der erste Eindruck zählt und der letzte bleibt. Klar, dass wir uns auch viele Gedanken um den Abspann machen, denn bei Free Identity hatten wir 18 Schauspieler und noch mehr Komparsen, eine tollkühne Crew, die sich um Kamera, Ton, Licht, Set, Ausstattung, das ganze Equipment, Requisite, Kostüme, Logistik und Motive gekümmert hat, oder auch Menschen, die uns auf ihre Grundstücke, in ihre Häuser, Schiffe, Autos, und sogar in ihre Schafzimmer gelassen haben, um dort zu drehen. Und es gibt einige, die sich um unser leibliches und seelisches Wohl gekümmert haben. Wir hatten Sponsoren, die uns auf unserem Weg, einen grünen Film, im Sinne von sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit, mit möglichst wenig CO2 Emission zu produzieren, sehr große Hilfe geleistet haben. Das sind ganz schön viele Helfer und Unterstützer, denen wir von Herzen danken, denn ohne sie wäre dieses tolle Projekt gar nicht möglich gewesen. Natürlich ist es für uns ganz wichtig sie zu würdigen.

Also, packen wir es an und basteln unseren Film nun fein säuberlich fertig, damit wir schon bald das Ergebnis gemeinsam anschauen und feiern können. Here we go!

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