free identity – Trailer (HD) Deutsch – german

Crew Premiere von Free Identity

Viele geschäftige Schüler wuseln in der mfa durcheinander. Sitzsäcke werden aufgeschüttelt, im Pub Fiction streuen sie in der kleinen Arena noch Stroh aus und in der Küche wird geschnippelt.

“Jetzt bin ich aufgeregt”, sagt Lou Binder, Regisseur und Schulleiter der mfa. Die Nervosität ist ihm anzusehen. Schon um 15 Uhr will er zum Rio Filmpalast aufbrechen, um zu prüfen, ob dort alles läuft. Es ist noch eine Stunde Zeit, bis wir aufbrechen müssen. Die Crew-Premiere für Free Identity steht an und anschließend wird es ein rauschendes Fest im Schulhaus geben.

Die Zeugnisse sind eingepackt, die Plakate gerollt und gut verstaut. Um halb fünf kommen wir am Kino an und kaum sind vor Ort die letzten Vorbereitungen geschafft, treffen auch schon die ersten Gäste aus Crew und Cast mitsamt ihrem Anhang ein.

Es ist ein großes Hallo! Viele sehen sich seit den legendären Dreharbeiten zu unserem Film das erste Mal wieder. Beim Sektempfang steigt gemeinsam die Vorfreude weiter an. Wie werden die Bilder sein? War ich auch wirklich gut in meiner Rolle? Wie wird es wirken? Solche Fragen stellen sich die aufgeregten Schauspieler vor der ersten Filmpremiere ihres Lebens.

Das Foyer kurz vor der Crew-Premiere von Free Identity

Das Foyer kurz vor der Crew-Premiere von Free Identity

Das Foyer platzt aus allen Nähten und die ersten stehlen sich in den Kinosaal. Pünktlich um 18 Uhr geht es los.
Lou schnappt sich das Mikro, begrüßt die Gäste und schon geht der Vorhang auf. Der Film startet mit einem beeindruckenden Intro, das alle in den Kinosessel drückt.

Free Identity! Zum ersten Mal sehen alle das Werk, für das sie monatelang diskutiert, beraten, geprobt, vorbereitet, geschleppt, gebaut, gebastelt, organisiert, geleuchtet, geangelt, und gespielt haben und für das sie nach Kiel, genauer gesagt: nach Schülp gefahren sind und im Moor gehaust haben.

Die Stille und Anspannung im Saal wird durch herzhafte Lacher unterbrochen, denn natürlich gibt es zu jeder Szene auch eine Backstage-Story. Aber dann fließen auch Tränen der Ergriffenheit. Rührende Szenen wühlen Publikum und Schauspieler auf und gerade Letztere rührt auch die Tatsache, dass sie sich Ihr Abschlussprojekt aus zwei Jahren intensiver und spannender Schauspielausbildung anschauen.

Lou Binder, Regisseur und Schulleiter, bei der Crew-Premiere von Free Identity

Lou Binder, Regisseur, Produzent und Schulleiter, bei der Crew-Premiere von Free Identity

Bämm! Die Geschichte ist aus. Der Vorhang geht zu und damit Lou nicht so alleine oben auf der Bühne ist, holt er sich gleich Alexandra Prochazka von der Mediaboutique Munich, die Koproduzentin, und Tina Grawe, die Autorin auf die Bühne. Nach und nach holen die drei die gesamte Crew zur Ehrung und Danksagung zu sich. Unter den Schauspielern macht sich Nervosität breit. Abschlussfilm, Abschluss, Zeugnisse…sie haben es geschafft und deutlich bewiesen, dass sie ihr Zeugnis verdient haben. So soll es sein!

Reale Figuren und ihre Avatare kommen immer gemeinsam hinauf und von Lou, Tina und Alex ihr Zeugnis verliehen. Auch ein Filmplakat wird ihnen überreicht. Alle stehen brav aufgereiht. Ein schönes Bild!

Schauspieler und Crew - Alle die bei Free Identity mitgemacht haben, stehen auf er Bühne

Schauspieler und Crew – Alle die bei Free Identity mitgemacht haben, stehen auf er Bühne

Lou findet noch einmal die Worte, die er dieser wunderbaren Schauspielklasse mit auf den Weg geben will: „Ihr seid der Hammer und ich danke Euch für zwei aufregende und herausfordernde Jahre mit Euch tollen Schülern! Ich wünsche Euch weiterhin viel Erfolg und kommt ab und zu mal bei uns vorbei.“ Wir genießen den Moment und schauen auf strahlende Gesichter.

Und dann herrscht schon wieder Aufbruchstimung, denn es soll ja noch ein rauschendes Fest im Schulhaus geben, zu dem sich nun nach und nach alle auf den Weg machen und gespannt sind, was sie dort erwartet.

Als wir Eintreffen ist schon alles erleuchtet. Der Aufenthaltsraum, der zu einem Westernsaloon wurde – ähnlich der Sequenz von Mata Hari und Rosi in der virtuellen Welt des Films – bietet eine schöne Sitzecke aus Stroh und einen Pokertisch. Beides lädt zum Verweilen ein. Es gibt leckeren Wein, Softdrinks und Bier. Doch bevor wir uns niederlassen, wollen wir erst noch die weiteren Räume erkunden. Durch den Aufenthaltsraum gelangen wir in den Garten, oder vielmehr in einen zauberhaften Zauberwald, der ebenfalls angelehnt an eine Sequenz aus dem Film – diesmal die von Maria und Rainer – von den beiden aktuellen Jahrgängen der mfa gestaltet wurde.

Eingang zum Zauberwald der von den aktuellen Schauspielklassen gestaltet wurde

Eingang zum Zauberwald der von den aktuellen Schauspielklassen gestaltet wurde

Rauch wabert um die Ecke und es duftet nach Grill. Wir haben Hunger! Nach ein paar Happen vom Buffet und interessanten Gesprächen, machen wir uns auf den Weg ins Obergeschoss.

Über die Treppe gelangen wir in die Brücke, die die Schüler liebevoll als Watt und Strand gestaltet haben – sogar mit echtem Sand. In dicken Sitzsäcke könnten wir entspannen, aber es treibt und weiter ins Pub Fiction – immer dem Sound nach. Auf dem Weg dorthin müssen wir durch den Backstage-Raum, der an die skurrilen Sequenzen von Mata Hari und Rosi aus dem SM-Keller in der virtuellen Welt Free Identitys erinnert. Und dann stehen wir mitten im Zirkus. In der Manege spielt die Musik und gleich tritt hier auch unsere Jules mit ihrer Band Chartbreakers auf, doch zuerst werden wir alle in den Aufenthaltsraum gebeten.

Andreas Zahn bei der Übergabe der Präsente kurz bevor er das Making-Of zeigt

Andreas Zahn bei der Übergabe der Präsente kurz bevor er das Making-Of zeigt

Die Schauspieler wollen noch etwas loswerden: Sie danken Lou und haben gleich mehrere Geschenke dabei. Ganz traditionell gibt es auch für dieses Werk einen Kinosessel mit einer Erinnerungsgravur und eine Torte, für die der Konditor sich echt ins Zeug gelegt hat, denn auf ihr prangt das Filmplakat in 3 D.

Dem nicht genug! Weil der Häuptling beim europäischen Kulturenfußballturnier in Zürich für eine Medaillenplatzierung der mfa sein Knie opferte und nun nicht mehr selbst auf dem Rasen kicken darf, gab es noch einen Tischkicker dazu. Wir sind gespannt, wann die ersten Turniere ausgetragen werden!

Andreas Zahn, selbst Schauspieler in der Rolle des Ingo Klein, hatte während der Dreharbeiten stets seine Kamera parat, so dass er ein wunderbares Making-of zusammenstellen konnte und nun zeigt. Es wird ganz still im Raum, denn auch dieser Blick hinter die Kulissen ist so liebevoll gemacht, dass sich einige gleich wieder ins Moorhaus zurück wünschen. Und auch damit wird noch mal klar: Die Produktion von Free Identity – welch eine schöne Zeit mit einem liebenswerten und tollkühnen Team.

Beim Auftritt der Chartbreakers im Zirkus ist dann kein Halten mehr, auf dem Dancefloor geht es zur Sache und wo man hinsieht, schaut man in strahlende Gesichter. Bis früh am morgen ist hier richtig was los, während unten im Saloon einige noch lange in schönen Erinnerungen schwelgen.

Ehrlich: Wir lassen sie ungern ziehen unsere Klasse 09-11 und freuen uns riesig, wenn wir ihnen auch in Zukunft eine Heimat, ein zweites zu Hause sein können. Sie sind einfach echt Klasse und wir wünschen ihnen allen für ihren weiteren Weg und ihren Start in den Beruf nur das Allerbeste.

Erschöpft und zufrieden fahren wir im Morgengrauen nach Hause und freuen uns auf das, was noch kommen wird.

Drückt die Daumen, der Film ist bereits beim ersten Festival eingereicht und wir freuen uns sehr, wenn er in schönem Rahmen öffentlich gezeigt werden wird.

Crew-Premiere von Free Identity - ein Film von Lou Binder und der Media Boutique Munich

Crew-Premiere von Free Identity – ein Film von Lou Binder und der mediaboutique munich

 

Colormatching, Mischung, Titel und Abspann

Das sind die Dinge, die uns jetzt noch umtreiben, denn bald steht die Premiere für die Crew ins Haus und da freuen wir uns riesig drauf.

Was da jetzt an unserem Film noch finalisiert wird, ist zum Beispiel das Colormatching, also die Farb- und Lichtkorrektur.

colormatching, Michung, Titel, Abspann

Colormatching, Mischung, Titel, Abspann

Bei Außendrehs wechseln die Lichtverhältnisse manchmal schnell. Mitten in einer Szene, kann zum Beispiel die Sonne hinter einer Wolke verschwinden und schon herrschen andere Lichtverhältnisse als zuvor. Würde man jedes Mal die Szene wiederholen, werden aus einem Drehtag schnell mal dreißig, deshalb macht man es nur bei krassen Lichtunterschieden. Eine weniger aufwendigere und deshalb unverzichtbare Methode ist es, in der Postproduktion eine farbliche Korrektur der gedrehten Szenen vorzunehmen, natürlich auch bei Free Identity. Die Farben und ihre Intensität werden angeglichen. Die Farbkorrektur wird sowohl zur technischen Korrektur von unvermeidbaren und vermeidbaren Problemen beim Dreh wie eben dem Lichtwechsel, oder auch einem Spill bei Greenscreens, bei technischen unterschieden zwischen Kameras, und mehr genutzt, als auch zur kreativen Gestaltung des Filmes – zum Beispiel durch Färbung, Verstärkung oder Erzeugung bestimmter Stimmungen, zur Lenkung des Blickpunktes, oder auch zum Beautygrading  – eingesetzt werden kann. In manchen Filmen wird eine bestimmte Färbung auch als Stilmittel genutzt. Atmosphäre wird zum Beispiel gerne entweder mit warmen oder mit kalten Farben betont.

Und dann gibt es da noch die Mischung, mit der man anfängt, wenn eigentlich schon alles fertig ist. Zu jeder Szene existieren mehrere Tonspuren, die am Ende in der Postproduktion bei der Tonmischung über ein Mischpult zusammengefügt werden. Dazu braucht man ein so genanntes Mischatelier, bei dem man ganz ähnliche Bedingungen, wie für die Zuschauer und Zuhörer des Filmes schaffen kann. Wenn ein Film für das Kino produziert wird, wie Free Identity, so gilt es zum Beispiel die akustischen Bedingungen im Kino zu berücksichtigen. Die sind natürlich anders, als in einem Wohnzimmer, in dem ein Fernsehfilm gesehen wird.

Der Titel eines Filmes ist nicht minder wichtig, denn bevor überhaupt Bilder und Ton zu sehen und zu hören sind, steht der Titel für einen Augenblick alleine da und vermittelt einen ersten Eindruck. Und ihr wisst ja, der erste Eindruck zählt.

Der erste Eindruck zählt und der letzte bleibt. Klar, dass wir uns auch viele Gedanken um den Abspann machen, denn bei Free Identity hatten wir 18 Schauspieler und noch mehr Komparsen, eine tollkühne Crew, die sich um Kamera, Ton, Licht, Set, Ausstattung, das ganze Equipment, Requisite, Kostüme, Logistik und Motive gekümmert hat, oder auch Menschen, die uns auf ihre Grundstücke, in ihre Häuser, Schiffe, Autos, und sogar in ihre Schafzimmer gelassen haben, um dort zu drehen. Und es gibt einige, die sich um unser leibliches und seelisches Wohl gekümmert haben. Wir hatten Sponsoren, die uns auf unserem Weg, einen grünen Film, im Sinne von sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit, mit möglichst wenig CO2 Emission zu produzieren, sehr große Hilfe geleistet haben. Das sind ganz schön viele Helfer und Unterstützer, denen wir von Herzen danken, denn ohne sie wäre dieses tolle Projekt gar nicht möglich gewesen. Natürlich ist es für uns ganz wichtig sie zu würdigen.

Also, packen wir es an und basteln unseren Film nun fein säuberlich fertig, damit wir schon bald das Ergebnis gemeinsam anschauen und feiern können. Here we go!

Synchronisation der Avatare – zwei Perspektiven

 „Ein bisschen war es, wie ein Instrument, das verstimmt ist und man es erstmal wieder neu stimmen und einspielen muss, um den richtigen Ton- im wahrsten Sinne –  zu treffen.“

Die Avatare waren im Synchronstudio  und ein weiterer Schritt in der Fertigstellung unseres Films Free Identity ist geschafft. Wir haben uns mit Samira El Ouassil, alias Mata Hari, getroffen und sie gefragt, wie es im Synchronstudio so war.  Auch Andreas Erb, alias Robin Hood gibt uns einen Einblick, wie er sich im Studio fühlte. Zwei Perspektiven! Ladies First.

Samira ElOuassil über die Synchronarbeiten beim SpielfilmFree Identity

Foto: © Samira El Ouassil, Free Identity

Samira, schön, dass du Zeit hast, uns von den Synchronarbeiten zu erzählen. Du spielst in Free Identity die Avatarin Mata Hari, erzähl mal, wie es für dich war? Warst du das erste Mal im Synchronstudio?

Nein, ich war nicht das erste Mal im Synchronstudio. Ich habe meine Stimme schon Anime-Figuren geliehen, aber es war insofern eine Premiere, weil ich das erste Mal fertiges Filmmaterial von Free Identity gesehen habe. Und das ist wirklich richtig schön und irgendwie bombastisch. Deshalb war es natürlich sehr aufregend. Also insgesamt haben die Synchronarbeiten sehr, sehr viel Spaß gemacht und ich habe festgestellt, dass es nochmal etwas anderes ist, wenn man sich selbst synchronisiert, als zum Beispiel über einen japanischen Originalton drüber zu sprechen. Und bei einer Zeichentrickfigur ist die Mundbewegung natürlich nicht so genau auszumachen. Da war also für mich jetzt bei dieser Synchronisation nochmal richtig Timing gefragt.

Hast du dich dann dieses Mal mehr nach den Mundbewegungen gerichtet, als du die Szenen auf dem Monitor vor dir gesehen hast, oder nach deinen Erinnerungen, als du die Szenen gesehen hast?

Das war Fiftyfifty. Einerseits habe ich versucht sehr synchron auf die Lippenbewegung zu achten, also dass das passt, was ich sage, damit es dann im Schnitt tatsächlich klappt und gut auf die Bilder gelegt werden kann. Andererseits wollte ich dabei aber auch nicht die Emotion vom Originaldreh verlieren und hab versucht mich in die damalige Situation hineinzudenken, um die gesprochenen Wörter so natürlich, wie möglich klingen zu lassen. Also eigentlich sollte es so klingen, wie beim Originalton, nur eben dann in der Sprecherkabine, ohne Nebengeräusche.

Wie findest du deine Szenen aus dem Film, die du ja auch jetzt zum ersten Mal gesehen hast? Was ging in dir vor?

Ich war total begeistert, als ich die Szenen gesehen habe. Es hat mir optisch und von der Produktionsqualität wirklich enorm gut gefallen, auch wie es im fertigen Schnitt aussah! Echt grandios! Ich war auch total begeistert von meinen Spielpartnern, die ich zum ersten mal ja so gesehen habe und feststellte, wie süß und toll, kreativ und auch talentiert sie die Figuren mit Leben gefüllt haben. Ich habe mich sehr gefreut.

Du sprichst jetzt von den Anderen. Warst du denn auch ein kleines bisschen stolz auf dich?

Ja klar. Manche Sachen haben mir auch bei mir echt sehr gut gefallen, also von den Kostümen her, und wie die Figur dann Schlussendlich aussah. Das hat mir gut gefallen. Nur, ab und zu – aber das hat ja jeder Schauspieler – denkt man dann schon: Oh Gott, ich habe ja ein Doppelkinn, oder, oh Gott, ich guck da so komisch, oder, oh Gott meine Haare, das geht ja mal gar nicht, …aber das ist ja total normal. Generell fand ich meine Szenen gut und war total überrascht von mir.

Hast du dich irgendwie auf diese Synchronarbeiten vorbereitet, oder hast du dir gesagt: ich mache das spontan, weil das Gefühl dann auch spontan kommt?

Ich habe mich nicht vorbereitet. Das ist tatsächlich alles im Studio geschehen, mit dem Blick auf die tollen Bilder. Und als ich mich dann auch selbst nochmal gehört habe, war ich sofort wieder drin. Die Vorbereitung aus den Proben damals hat sich hier wieder bezahlt gemacht.

Wie hast du dich in die Mata Hari wieder hinein gefühlt?

Also da ist es so, dass die Mata Hari ja eine gewissen Bandbreite an Emotionen hat und bei ihr ging es innerhalb von 10 Minuten von einer Emotion, die eher verspielt war, über die Emotion “sexuell erregt”, bis hin zu “verzweifelt” und “Schluss machen”. Und diese extremen emotionalen Kurven zu kriegen, das war nicht ganz einfach. Ein bisschen war es, wie ein Instrument, das verstimmt ist und man es erstmal wieder neu stimmen und einspielen muss, um den richtigen Ton- im wahrsten Sinne – zu treffen. Aber – natürlich auch mit Hilfe von Tina Grawe und der Tonmeisterin, die da war – hat das eigentlich sehr gut geklappt. Es war eine entspannte Atmosphäre ohne Zeitdruck, oder emotionalen Druck, oder Panik oder so. Ich konnte mich wirklich gut in die Mata Hari reinfinden und ich glaube, dass die Atmosphäre im Studio auch ein Grund war, dass das Gefühl von damals wieder so gut rüber kam.

Das ist spannend, wenn man merkt, wie abrufbar die Gefühle in einer solchen Atmosphäre sind, oder?

Ja absolut.

Da du ja die Möglichkeit hast, einen Vergleich vorzunehmen, die Synchronarbeit betreffend, ist es natürlich spannend zu erfahren, wie du die Free Identity Produktion siehst, gegenüber anderen. Hast du einen Unterschied zwischen der Schulatmosphäre an der SAE und anderen Studios festgestellt?

Eigentlich nicht, denn die Schüler haben das so professionell gemacht, dass ich bis zum Ende der Aufnahmen gar nicht gemerkt habe, dass sie noch in der Ausbildung waren. Das einzige, was bei dieser Synchronarbeit anders war, war, dass es kein Script, also kein spezielles Synchrondrehbuch gab, weil es ja unsere Szenen waren. Bei einem speziellen Synchrondrehbuch sind die Texte zu den einzelnen Takes aufgeschrieben und nochmal so kleine Piktogramme, oder Symbole dabei, wie was gesprochen wird. Bei uns war das natürlich nicht nötig, weil wir unsere Szenen und unsere Figuren ja kannten und wussten, was wann und wie gesprochen wird. Ja und das ist eigentlich der einzige Unterscheid zu anderer Synchronarbeit, den ich feststellen konnte. Sowohl von Seiten der SAE war es total professionell gemacht, als auch von unserer Tina Grawe. Sie war eine super Synchronregisseurin.

Also gehen wir mal davon aus, dass Synchronisation für dich ein Teil deiner Arbeit auch in Zukunft sein kann, oder?

Ja, klar. Außer diesen Synchronaufnahmen für Free Identity ist meine Synchronarbeit bei anderen Projekten zwar schon eine Weile her, aber ich bin in allen Sprecherdatenbanken und natürlich mache ich es auch auf jeden Fall wieder, wenn ich angefragt werde, denn Synchronsprechen macht wirklich richtig Spaß.

OK, vielen Dank für deine Zeit und diese lieben Worte.

 

„Die eigene Stimme zu hören und sich selbst zu sehen, ist wirklich seltsam.“, Andreas Erb über sein erstes Mal im Synchronstudio

Andreas Erb über sein erstes Mal im Synchronstudio

„Die eigene Stimme zu hören und sich selbst zu sehen, ist wirklich seltsam“ – Andreas Erb über sein erstes Mal im Synchronstudio.

Andreas Erb alias Robin Hood über sein erstes Mal im Synchronstudio

Foto: © Andreas Erb, Tina Seyffert/Free Identity

Andreas, Klasse, dass du uns ein paar Fragen zu deinen Erfahrungen aus dem Synchronstudio beantworten kannst. Du spielst in Free Identity den Avatar Robin Hood. Es galt, deinen Szenen einen reinen Klang zu verleihen, wie war es?

Es war witzig. Ich hatte zwar zuerst Bedenken, dass ich das nicht hinkriege und vor allem macht man sich ja auch Sorgen, dass viel von dem Spiel verloren geht, weil man eben nicht mehr in der Situation ist, in der man während des Drehs in der Rolle war. Also die Situation ist wirklich gewöhnungsbedürftig.
Es ist am Anfang nicht so einfach – unter diesen Umständen – wieder ins Spiel reinzufinden und das Gefühl zurückzuholen.

Wie lief das im Studio ab? Wie hast du dich auf die Synchronisation vorbereitet? Kann man das überhaupt?

Nein, vorbereitet habe ich mich nicht wirklich. Ich habe von dem Team der SAE erklärt bekommen, wie es geht und dann haben wir eigentlich gleich losgelegt. Neben der Tonmeisterin, also der Lehrerin, waren zwei Schüler von der SAE da und Tina Grawe, unsere künstlerische Leiterin an der mfa. Ich stand dann in einer Sprecherkabine, die von ihnen durch eine Scheibe getrennt war. In der Kabine stand ein Monitor, auf dem die jeweilige Szene gezeigt wurde und über Kopfhörer habe ich den Originalton gehört. Die anderen hatten auch einen Bildschirm, auf dem sie die Szenen anschauen konnten. Parallel zu dem, was ich ins Mikro gesprochen habe, konnten sie auch nochmal den Originalton hören.  Ich habe versucht zur Szene  – und mit dem Originalton auf den Ohren – sozusagen den neuen Ton drüber zu sprechen.

Das heißt, du hast dort auch erst im Studio das erste Mal eine fertige Szene von dir im Film gesehen, was war das für ein Gefühl?

Ja, das war komisch. Das war echt merkwürdig, weil die Dreharbeiten ja auch schon eine Weile her sind. Es war aber auch schön, weil es echt ein geiler Sommer war und es total Spaß gemacht hat. Da kamen wieder viele Erinnerungen hoch, wie das Haus am Moor und vieles mehr. Aber sich selbst auf dem Bildschirm, oder auf der Leinwand anzuschauen, ist schon komisch.

Also dir geht es trotz deiner Erfahrung – wie anderen Menschen – auch noch immer so, dass du es komisch findest, dich selbst zu sehen und zu hören?

Ja genau, die eigene Stimme zu hören und sich selbst zu sehen, ist wirklich seltsam. Obwohl wir ja jetzt schon einige Sachen von uns selbst gesehen haben, ist es noch immer ungewöhnlich und man muss schmunzeln, wenn man sich sieht und denkt immer: Oh, das bin ich? So bewege ich mich und so rede ich? Da geht es mir genauso wie anderen.

Du hast gesagt, dass die Erinnerungen an die Dreharbeiten wieder in dir hochkamen, hat dir das auch geholfen, dich wieder in den Charakter des Robin Hood, also in deine Rolle einzufinden?

Ja total. Das hätte ich gar nicht gedacht, aber es geht echt ganz gut. Nachdem die Szene einmal lief, war ich wieder drin und konnte die Gefühle und die Situation wirklich gut zurückholen. Die Szenen zu sehen, hilft dabei sehr und es hat richtig Spaß gemacht.

Wie ist dein Fazit zu den Synchronisationsarbeiten? Würdest du das nochmal machen?

Ja, sehr gerne. Es ist zwar völlig anders in so einer Kabine zu stehen und deshalb natürlich etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man es das erste Mal macht, aber ich fand es echt schade, das meine Szenen nur so kurz waren. Wenn ich die Gelegenheit habe, mache ich das unheimlich gerne wieder. Ich überlege sogar, einen Synchronisationskurs zu belegen.

Ja, super! Also, wenn uns Jemand nach dir als Sprecher fragt, werden wir die Anfragen gerne weiterleiten.

Ja, macht das ruhig, da freu ich mich.

Wir danken wir dir recht herzlich für das Interview und die Zeit die du dir für uns genommen hast. Und – wir müssen zugeben – wir sind  jetzt natürlich noch etwas gespannter den Film endlich selbst sehen zu dürfen.

Infos zur SAE findet ihr hier

Mehr über die mfa, die Schauspielausbildung und die Projekte gibt es hier

Klimaneutraler Film dank ENTEGA

Dort wo unsere Energie aufhörte, fängt die von ENTEGA an!
Das Unternehmen kennt Ihr sicher, es steht für nachhaltige Energieversorgung bei Strom, Wasser, Erdgas und Wärme – und für wichtige Projekte auch mit jeder Menge Herzenswärme. So unterstützt die ENTEGA Privatkunden GmbH & Co.KG auch unser Free Identity Projekt und sorgt für die Kompensation unseres CO₂ Fußabdruckes: „Wir hoffen, dass die Botschaft “klimaneutraler Film” bei den Zuschauern und auch in der Filmbranche einen kleinen Anstoß zum bewussten Umgang mit Energie gibt“, so Dr. Karoline Haderer, Marketingleiterin.

Free Identity - ein Klimaneutraler Spielfilm
Unser Film ist ein „grüner Film“. Wir haben uns auf das Experiment eingelassen, möglichst CO₂ reduziert zu produzieren und auch in den anderen Bereichen auf die Umwelt zu achten. Die Verwendung von Geschirr statt Plastik beim Catering, das Drucken der Drehbücher (wenn überhaupt nötig) auf recyceltem Papier, das Verwenden von organischen und Fairtrade Materialien bei Ausstattung, Kostüm und Maske bis hin zum Speisen der Technik am Set mit Ökostrom – es gibt zahlreiche Möglichkeiten die Produktion eines Films umweltfreundlicher zu gestalten!
Das CO₂-Aufkommen, das trotz großer Mühen dennoch entstand, neutralisiert ENTEGA für uns durch die  Pflanzung einer entsprechenden Anzahl neuer Bäume. Dafür sind wir sehr dankbar.

Wie sieht diese Umsetzung konkret aus? Wir fragen hierzu Frau Dr. Karoline Haderer, Marketingleiterin der ENTEGA Privatkunden GmbH & Co.KG.

Dr. Karoline Haderer, marketingleiterin der ENTEGA Privatkunden GmbH & Co.KG

Dr. Karoline Haderer, marketingleiterin der ENTEGA Privatkunden GmbH & Co.KG

Frau Haderer, wie sind Sie auf unser Filmprojekt aufmerksam geworden?
Eigentlich ist die Münchner Filmakademie, Frau Tina Grawe, auf uns aufmerksam geworden, hat uns das Projekt “Free Identity” vorgestellt und uns schnell dafür begeistert.

Wie kam es zu der Entscheidung das Projekt zu unterstützen?
Das Konzept einen nachhaltigen bzw. umweltfreundlichen Film zu machen hat uns gefallen und passt zu unserer allgemeinen Ausrichtung der CO₂ neutralen Energieversorgung.
Deshalb sind wir auch noch einen Schritt weitergegangen und haben vorgeschlagen, dass wir im Rahmen unserer Partnerschaft den Film beziehungsweise die Filmproduktion klimaneutral stellen. Wir hoffen, dass die Botschaft “klimaneutraler Film” bei den Zuschauern und auch in der Filmbranche einen kleinen Anstoß zum bewussten Umgang mit Energie gibt.

Wie können wir uns die Kompensation des CO2 Fußabdruckes vorstellen?
Im ersten Schritt haben wir die Messung des CO₂ Fußabdruckes veranlasst, um Einsparungspotentiale und entsprechende Maßnahmen zu identifizieren. Aber nicht alle CO₂ Emissionen lassen sich vermeiden, deshalb bleibt dann nur noch der Schritt die unvermeidbaren Emissionen zu kompensieren. Die nicht vermeidbaren Emissionen werden durch ein Aufforstungsprojekt ausgeglichen, hierbei wird der natürliche Prozess der Photosynthese genutzt bei der Bäume während ihres Wachstum CO₂ aus der Atmosphäre binden.

Wofür setzt sich ENTEGA außerdem ein?
Wir von ENTEGA arbeiten an einer Energieversorgung, die CO₂-neutral ist – also das Klima nicht belastet. Dafür sind vier Aspekte wichtig:

ENTEGA Privatkunden GmbH & Co.KG.

ENTEGA Privatkunden GmbH & Co.KG, www.entega.de

  • CO₂-Emissionen vermeiden, zum Beispiel durch Ökostrom
  • Investitionen in Erzeugungsanlagen für regenerative Energie.
  • CO₂-Emissionen reduzieren, zum Beispiel durch Energiesparmaßnahmen.
  • Unvermeidbare CO₂-Emissionen kompensieren durch langfristig angelegte Waldschutz,- Aufforstungsprojekte.

Mit all unseren Maßnahmen, Aktionen und auch Partnerschaften versuchen wir das Thema mitten in die Gesellschaft zu tragen und dafür zu sensibilisieren. Noch zu wenige haben dieses wichtige Thema erkannt und handeln entsprechend.
So sind wir beispielsweise seit diesem Jahr Co-Sponsor der Berlinale und unterstützen das Festival bei der Verbesserung der CO₂ Bilanz. Auch bei unserer Partnerschaft mit dem 1. FSV Mainz 05 haben wir ein gemeinsame Ziel für den Klimaschutz erfolgreich verfolgt – Mainz 05 ist seit Oktober 2010 der erste klimaneutrale Verein der Fussballbundesliga.

Die München Film Akademie sowie das gesamte Team der Free Identity Produktion danken unserem Partner ENTEGA vielmals für Ihr Engagement und Ihre wertvolle Unterstützung!

Und vielleicht nimmt sich ja die eine oder andere Filmproduktion ein Beispiel daran und probiert es auch einmal. Wir würden uns wirklich sehr darüber freuen!

Die richtige Zeit für Sponsoren!

Jetzt ist für Sie genau der richtige Zeitpunkt als Werbepartner und Sponsor in unser Projekt einzusteigen. Kein Risiko – großer Werbe-Effekt.

Die Dreharbeiten haben wir erfolgreich beendet, das vielversprechende Material gesichert und der Schnitt beginnt. Unsere Vorbereitungen für die nationale und internationale Presse- und Öffentlichkeitsarbeit laufen jetzt an, sodass wir nun starke Partner optimal in unser Konzept integrieren können.

Jetzt Sponsor eines guten Filmes werden!

Ihr Engagement im Bereich Jugendschutz und Internetkriminalität wird öffentlich, durch Ihre Förderung des Projektes im Bereich Kunst und Kultur gewürdigt. Selbstverständlich bieten wir für Sie maßgeschneiderte Gegenleistungen, zum Beispiel in Form abgestimmter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Product-Placement oder Marketingleistungen. Wir möchten Ihren individuellen Ansprüchen bestens gerecht werden.

So starten wir die dritte Phase unseres Projektes, die Postproduktion, bestehend aus den Arbeitsschritten Rohschnitt, Schnitt, digitale Nachbearbeitung, Look, Ton und Filmmusik.

Seien Sie dabei, wenn  wir die vierte Phase rund um Marketing, Kinopremiere, Festivaltour, Vertrieb und Verleih starten!

Wirken Sie an einem guten und brandaktuellen Projekt mit jungem, engagiertem und professionellem Team mit. Wir freuen uns auf Sie!

Ihre Ansprechpartnerin in unserem Hause ist Frau Alexandra Prochazka: ap@muenchen-film-akademie.de
München Film Akademie
Regerstraße 27
81541 München

Ab in den Schnitt!

Sicher fragt Ihr Euch schon, ob wir immer noch im Moorhaus sind, was nun mit unserem Spielfilm Free Identity passiert und wann Ihr etwas davon zu sehen bekommt.

Das Moorhaus haben wir verlassen und sind von Kiel nach München zurückgekehrt. Nach einem weiteren wundervollen Drehtag mit über 150 Komparsen hier in München, ist die letzte Klappe für unseren Spielfilm Free Identity gefallen. Und für das Team und die Schauspieler war es eine Mischung aus Erleichterung, dass alles so gut geklappt hat, Dankbarkeit für die vielen schönen Momente und eine gewisse Traurigkeit über das Drehende mit unserem engagiertem Team, das wir so lieb gewonnen haben.

Aber zu Ende ist es noch lange nicht, denn jetzt beginnt die nächste spannende Phase. Jetzt heißt es: Ab in den Schnitt!

Der Spielfilm Free Identiy kommt nun in den Schnitt
Wir freuen uns, die Cutterin Gloria Zettel, die sich unserem Rohmaterial nun annehmen wird,  in unserem Team begrüßen zu dürfen. Ihr müsst wissen, mit Drehbuch, Schauspiel, Kamera und Regie gehört der Schnitt zu den wichtigsten gestalterischen Mitteln, um einem Film Seele einzuhauchen.

Natürlich sind wir neugierig, was wir zu sehen kriegen. Und wenn wir bisher einen heimlichen Blick über Glorias Schulter erhaschen konnten, so waren wir begeistert zu sehen, wie die Szenen wirken. Da steigt die Neugier, auf die erste Rohfassung unseres Spielfilms, ist ja klar!

Das Haus am Moor

Dieses schöne Haus wird für die nächsten drei Wochen das Zuhause für die ganze Truppe sein.

Die erste Hälfte ist geschafft! Nach einer langen Reise ist nun das ganze Team in Schülp, in der Nähe von Kiel, angekommen und hat bereits die erste Nacht gut überstanden.
Heute hat das Team noch frei um sich ein bisschen zu akklimatisieren und neue Kraft zu tanken, denn am Montag, 08. August, geht es wieder los und wir starten in die zweite Hälfte dieses spannenden Projektes.

Bisher lief alles super, das Team hat trotz mancher Unstimmigkeiten immer an einem Strang gezogen und es sind schon viele schöne Bilder entstanden.

Wir wünschen allen einen schönen Sonntag und ganz viel Energie für die nächste Runde von “Free Identity”!

Was für ein Zirkus!

Ein wunderbarer, bizarrer Drehtag voller frivoler Gestalten. Mal wieder in virtuellen Welten unterwegs, fanden wir uns heute in einem Adult-Bereich des Internets wieder. Vielen Dank an den Zirkus Lilalu für diese tolle location! Und vielen Dank wieder an sehr engagierte Komparsen! Unter anderem haben uns hier auch Tänzerin des Munich Pole Dance unterstützt… danke!

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